Employer Branding (Definition)

Was ist Employer Branding?
Was kann man darunter verstehen?

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

In der heutigen Arbeitswelt ist Employer Branding ein Schlüsselkonzept, das Unternehmen dabei hilft, die besten Talente anzuziehen, zu binden und zu halten. Im Zeitalter der Globalisierung und des Internets hat sich die Art und Weise, wie Menschen nach Arbeit suchen und sich über potenzielle Arbeitgeber informieren, grundlegend verändert. Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen entscheidend, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. In diesem Artikel wird der Begriff Employer Branding ausführlich erläutert und seine Bedeutung für Unternehmen in der modernen Arbeitswelt herausgestellt.

Definition von Employer Branding

Employer Branding bezieht sich auf die strategische Gestaltung und Umsetzung von Maßnahmen, um die Arbeitgebermarke eines Unternehmens zu stärken und dessen Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dies umfasst sowohl interne als auch externe Aspekte, wie zum Beispiel die Unternehmenskultur, das Arbeitsumfeld, die Kommunikation von Werten und Zielen, die Vergütung, Karrierechancen und vieles mehr. Das Ziel ist es, ein positives und einheitliches Image des Unternehmens als Arbeitgeber zu schaffen und damit die besten Kandidaten für offene Stellen zu gewinnen und langfristig zu halten.

Bedeutung des Employer Brandings

  1. Talentgewinnung: Ein starkes Employer Branding hilft Unternehmen dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben und potenzielle Mitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen. Die Attraktivität eines Arbeitgebers kann entscheidend dafür sein, ob qualifizierte Fachkräfte sich für oder gegen eine Bewerbung entscheiden.
  2. Mitarbeiterbindung: Mitarbeiter, die sich mit der Arbeitgebermarke identifizieren und stolz darauf sind, Teil des Unternehmens zu sein, sind in der Regel engagierter, motivierter und loyaler. Sie wechseln seltener den Arbeitgeber und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg.
  3. Employer Reputation: Eine positive Arbeitgebermarke kann auch das Unternehmensimage insgesamt stärken, da sie oft mit einer hohen Qualität der Produkte oder Dienstleistungen in Verbindung gebracht wird. Dies kann wiederum zu einer höheren Kundenzufriedenheit und einer Steigerung des Markenwerts führen.

Employer Branding-Strategien

  1. Arbeitgeberwerte definieren: Der erste Schritt beim Aufbau einer erfolgreichen Employer Brand ist die Definition der Arbeitgeberwerte, die die Grundlage für die Kommunikation nach außen und die Gestaltung der internen Prozesse bilden. Diese Werte sollten authentisch und glaubwürdig sein und den tatsächlichen Gegebenheiten im Unternehmen entsprechen.
  2. Kommunikationsstrategie entwickeln: Eine klare Kommunikationsstrategie ist entscheidend, um die Arbeitgebermarke sowohl intern als auch extern zu vermitteln. Dazu gehören die Gestaltung von Karrierewebsites, die Präsenz in sozialen Medien, die Teilnahme an Jobmessen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten.
  3. Mitarbeiter als Markenbotschafter einbinden: Die eigenen Mitarbeiter sind die besten Botschafter der Arbeitgebermarke. Sie können ihre Erfahrungen und Meinungen in ihrem sozialen Umfeld und in sozialen Medien teilen, um die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber glaubwürdig zu vermitteln. Mitarbeiter-Testimonials, Empfehlungsprogramme und aktives Mitarbeiterengagement in sozialen Medien können wesentlich zur Stärkung der Employer Brand beitragen.
  4. Positive Arbeitskultur fördern: Eine positive und inklusive Arbeitskultur ist ein wichtiger Faktor für die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Unternehmen sollten darauf achten, eine offene, respektvolle und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Mitarbeiter wohlfühlen und ihr Potenzial entfalten können.
  5. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten: Um Talente langfristig an das Unternehmen zu binden, ist es wichtig, ihnen attraktive Karriereperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Indem Unternehmen in die fachliche und persönliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter investieren, zeigen sie, dass sie deren Leistung und Engagement wertschätzen und fördern.
  6. Leistungsgerechte Vergütung und Zusatzleistungen: Eine faire und marktgerechte Vergütung sowie attraktive Zusatzleistungen wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, betriebliche Altersvorsorge oder Gesundheitsförderungsprogramme können dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich für das Unternehmen entscheiden und langfristig zufrieden sind.
  7. Employer Branding messen und optimieren: Um den Erfolg der Employer Branding-Strategie zu messen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren, sollten Unternehmen regelmäßig Kennzahlen wie die Mitarbeiterfluktuation, die Anzahl der Bewerbungen, die Qualität der eingehenden Bewerbungen und die Mitarbeiterzufriedenheit analysieren. Basierend auf diesen Erkenntnissen können sie ihre Strategie kontinuierlich optimieren und anpassen.

Best Practices für erfolgreiches Active Sourcing

Um die Herausforderungen des Active Sourcings zu bewältigen und eine erfolgreiche Strategie umzusetzen, sollten Personalvermittler und Unternehmen folgende bewährte Methoden beachten:

  1. Verwenden Sie die richtigen Tools und Technologien: Die Nutzung von Technologie und Tools wie LinkedIn, XING, Talent Relationship Management-Systemen (TRM) und künstlicher Intelligenz (KI) kann den Prozess der Identifizierung, Ansprache und Verfolgung von Kandidaten erleichtern.
  2. Schaffen Sie eine starke Arbeitgebermarke: Eine attraktive Arbeitgebermarke ist entscheidend für den Erfolg von Active Sourcing. Unternehmen sollten darauf achten, eine positive Unternehmenskultur zu fördern und transparent über ihre Werte, Leistungen und Karrieremöglichkeiten zu kommunizieren.
  3. Personalisieren Sie die Kommunikation: Massenanschreiben sind beim Active Sourcing selten erfolgreich. Stattdessen sollten Personalvermittler die Kommunikation mit potenziellen Kandidaten personalisieren, um deren Interesse zu wecken und Vertrauen aufzubauen.
  4. Netzwerken und Beziehungen aufbauen: Active Sourcing ist nicht nur eine einmalige Aktion, sondern erfordert den Aufbau von Beziehungen zu Kandidaten. Personalvermittler sollten sich bemühen, mit potenziellen Kandidaten in Kontakt zu bleiben und regelmäßig nach Updates und neuen Möglichkeiten zu suchen.
    Respektieren Sie die Privatsphäre der Kandidaten: Achten Sie darauf, die Datenschutzgesetze einzuhalten und den Kandidaten die Möglichkeit zu geben, sich aus der Kommunikation zurückzuziehen, wenn sie dies wünschen.

Fazit

Employer Branding ist ein zentrales Element in der modernen Arbeitswelt und hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob ein Unternehmen erfolgreich Talente gewinnen, binden und halten kann. Eine gut durchdachte und konsequent umgesetzte Employer Branding-Strategie ist somit nicht nur ein Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt, sondern kann auch nachhaltig zum Unternehmenserfolg beitragen. Dabei ist es wichtig, stets authentisch und glaubwürdig zu agieren und sowohl die internen als auch externen Aspekte der Arbeitgebermarke zu berücksichtigen.